Der ideale Rattenkäfig

RattenkäfigRatten sind wunderschöne, intelligente und spannende Tiere. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Menschen dazu entschließen, diese kleinen Nager als Haustiere zu halten. Bevor die neuen Haustiere jedoch einziehen können, ist es wichtig, sich immer darüber Gedanken zu machen, ob man dem neuen Familienmitglied auch wirklich gerecht werden kann oder ob hier vielleicht Probleme entstehen können. Dazu zählt nicht nur die optimale Ernährung oder aber das tägliche frische Wasser sowie ausreichend Zuneigung. Eines der wichtigsten Aspekte ist der Rattenkäfig, welcher nun natürlich das neue Zuhause für die Ratten sein wird. In diesem Artikel geht es um den perfekten Rattenkäfig, um dessen Größe und die unterschiedlichen Modelle sowie um die passende Käfigeinrichtung.

Die Größe vom Rattenkäfig

Viele stellen sich die Frage „Wie groß muss ein Rattenkäfig sein?“. Diese Frage ist nicht immer leicht zu beantworten. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass Ratten nicht als Einzeltiere gehalten werden sollten. Es ist wichtig, dass sie mindestens zu zweit sind, wobei mehrere Tiere bzw. kleinere Gruppen eine bessere Haltungsvariante darstellen und auch die Tiere, sollte mal eine Ratte versterben, nicht direkt alleine sind. Dementsprechend sollte natürlich auch der Käfig größer ausfallen. Zudem sind Ratten aktive Kletterer, die mehrere Etagen brauchen, die spielen wollen und herumtoben möchten. Sie brauchen also viel Bewegung und dementsprechend auch viel Platz. Wie bei den meisten Tieren bedeutet das also – je größer der Käfig, desto besser für das Haustier.

Die folgenden Käfigmaße haben wir für drei Tiere erstellt, wobei nach oben hin natürlich keine Grenzen gesetzt werden. Kleiner sollten die Käfige für eine Gruppe von drei Ratten aber nicht sein. Experten empfehlen hier ein Mindestmaß von 100 x 60 x 200 cm. Damit kann gewährleistet werden, dass die Ratten auch innerhalb des Käfigs, in dem sie ja nun mal die größte Zeit verbringen werden, mehrere Schritte am Stück laufen können.

Neben der Grundfläche ist die Höhe vom Rattenkäfig ebenfalls sehr wichtig und spielt hier eine größere Rolle als bei vielen anderen Tieren, die im Käfig gehalten werden. Ratten haben die Vorliebe, sich vor allem in den höheren Ebenen eines Käfigs aufzuhalten, sodass Sie darauf achten sollten, dass der Käfig wirklich schön hoch ist, um so mehrere Etagen samt Klettermöglichkeit einzubauen. Denn auch hier gilt, je höher der Rattenkäfig, desto besser haben es die Tiere in ihrem neuen Zuhause. So eignen sich Aquarien und Terrarien zum Beispiel nicht zur Rattenhaltung, da sie nicht hoch genug sind und eine recht schlechte Luftzirkulation haben. Recht gut geeignet sind hingegen Chinchillakäfige oder Käfige für Streifenhörnchen.

Das Material für den Rattenkäfig

Neben der Käfiggröße spielt auch das Material, aus welchem der Rattenkäfig gebaut wurde, eine sehr wichtige Rolle. Da es sich bei Ratten um Nagetiere handelt, besagt schon alleine der Name, dass diese niedlichen Tierchen auch gerne mal an etwas herumnagen. Sie machen weder vom Käfig selbst noch vor der Inneneinrichtung Halt. Käfige aus Holz mit Gitter und Draht sind daher optimal geeignet, um diese als Zuhause für die Ratten zu verwenden.
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Da sich die kleinen Ratten jedoch auch gerne noch kleiner machen können, ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Gitterabstand nicht mehr als 1,2 cm beträgt. Wichtig ist es, dass hier der Kopf der Ratte nicht durchpasst. Bei Jungtieren sollte der Abstand im Übrigen nicht mehr als 1 cm betragen, während bei ausgewachsenen Böcken oft sogar schon 2 cm reichen. So kann man sichergehen, dass sie nicht ausbrechen können. Im Übrigen ist es sehr praktisch, darauf zu achten, dass der Rattenkäfig mehrere Türen aufweist, was die Reinigung und das Entnehmen der Tiere wesentlich einfacher macht. Während man vor einigen Jahren noch von farblichen Gitterstäben abgeraten hat, weil diese giftig sein könnten, ist das heute nicht mehr der Fall. So kommt mittlerweile ausschließlich ungiftige und haltbare Farbe zum Einsatz, also für die Tiere selbst völlig unbedenklich. Dunkle Gitterstäbe sind bei einem Rattenkäfig allerdings besser geeignet als helle Stäbe. So könnten helle Stäbe eventuell blenden und dabei das Beobachten der Tiere einschränken.

Die perfekte Einstreu für den Rattenkäfig


Nach dem Käfig geht es mit dessen Einrichtung weiter, wozu auch die Einstreu gehört. Dabei sollten Sie jedoch nicht zu den typischen Kleintierstreuprodukten greifen. Der feine Sand staubt zu stark, was die empfindlichen Lungen der Ratten schnell belasten kann. Als Alternative dazu empfiehlt sich unter anderem Hanfstreu oder Maisstreu. Auch ein feines Buchenholzgranulat ist für die Haltung von Ratten hervorragend geeignet. Viele Rattenhalter legen den Käfigboden mit Zeitungspapier oder Fleecedecken aus. Ratten lieben Heu und nehmen das sehr gut an, wobei auch hier auf jeden Fall ausschließlich hochwertige Produkte verwendet werden sollten, wie zum Beispiel das Heu von Biobauern. Außerdem ist es immer möglich, zwischen den jeweiligen Varianten zu wechseln oder diese miteinander zu kombinieren.

Die Etagen im Rattenkäfig

Wie bereits erwähnt, sind Etagen in einem Rattenkäfig enorm wichtig und sollten daher auf keinen Fall fehlen. Sie sollten Ihren Lieblingen mindestens drei Etagen zur Verfügung stellen, wobei Sie auch zwei Volletagen und eine schmalere oder nur halbe Etage bauen können. Dabei ist allerdings auf den Abstand zwischen den Etagen zu schauen, welcher bei mindestens 20 cm liegen, jedoch auch nicht mehr als 50 cm aufweisen sollte. Das liegt daran, dass sich die Tiere schon strecken können sollten. Allerdings kann ein Sturz aus mehr als 50 cm Höhe auch schnell gefährlich werden, sodass sich die Ratten zum Beispiel einen Knochen brechen könnten.

Die Etagen selbst sollten zusätzlich nicht auf Gitter gebaut sein. Das ist für die Ratten beim Klettern nicht nur sehr unbequem, sondern kann auch schnell gefährlich werden. Am besten geeignet für den Etagenbau in einem Rattenkäfig ist Holz, wobei auch Hartplastik genutzt werden kann. Des Weiteren sollten die Etagen unterschiedlich miteinander verbunden werden. Ob Rampen, Röhren oder aber Sisalstämme, Seile sowie andere kreative Ideen, mit etwas Abwechslung wird den Ratten nicht langweilig.

So finden Sie den perfekten Standort für Ihren Rattenkäfig

Nicht nur der Käfig selbst sollte die Bedürfnisse der Tiere erfüllen und sie glücklich machen. Wichtig ist es ebenso, dass der perfekte Standort gewählt wird, um auch hier auf die Vorlieben der Nagetiere zu achten. Im eigenen Schlafzimmer sowie im Zimmer der Kinder ist der Rattenkäfig auf keinen Fall gut aufgehoben, da Ratten auch gerne in der Nacht aktiv sind und die eigene Schlafqualität garantiert auf Dauer darunter leiden wird. Des Weiteren ist es wichtig, einen Raum auszusuchen, in dem die Kleinen keiner Lärmbelästigung ausgesetzt sind, sondern ihre Ruhe haben können. Des Weiteren ist Zugluft nicht besonders gut, was ebenso auf eine direkte Sonneneinstrahlung zutrifft. Die Tiere selbst fühlen sich bei Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad am wohlsten, was bei dem Aussuchen des passenden Standorts natürlich weiterhelfen kann. Die Luftfeuchtigkeit sollte wenn möglich zwischen 40 und 70 Prozent liegen. Bitte halten Sie Ihre Ratten jedoch innerhalb der Wohnung, denn im Gegensatz zu Kaninchen können die niedlichen Farbratten nicht in einem Außengehege gehalten werden. Das liegt an ihrer hohen Empfindlichkeit, denn die Ratten kämen hier nicht mit den wechselnden Wettergegebenheiten zurecht und könnten vor allem im Winter erfrieren.

Die Einrichtung vom Rattenkäfig

Die Einrichtung vom neuen Rattenzuhause ist fast so wichtig, wie der Rattenkäfig selbst. Fangen wir bei den wichtigsten Dingen an. So brauchen die Ratten einen Futternapf, der möglichst stabil stehen sollte, da die Tiere diesen sonst umwerfen könnten, was im Übrigen auch auf die Trinkschale zutrifft. Achten Sie zudem darauf, dass die jeweiligen Schalen groß genug sind, um so allen Tieren gleichzeitig die Möglichkeit der Nahrungsaufnahme bieten. Bei einer Haltung von größeren Gruppen eignen sich auch mehrere Schalen gleichzeitig.

Aus diesem Grund entscheiden sich viele Rattenhalter für die Nippeltränken, welche einfach an das Gitter gehängt werden. Bei der restlichen Einrichtung haben Sie freie Hand und können richtig kreativ werden. Wichtig ist es, für ordentlich Abwechslung zu sorgen, damit es den Tieren nicht so schnell langweilig wird, denn Ratten lieben das Toben und Turnen. Zusätzlich ist es gar nicht verkehrt, wenn die Einrichtung immer mal wieder gewechselt oder umgestellt wird. So können Sie dafür Sorgen, dass die Tiere ihren Rattenkäfig immer wieder auf Neue entdecken können. Des Weiteren ist es auch möglich, den Tieren Gegenstände aus der Natur mitzubringen, wobei diese frei von jeglichen Pestiziden sein müssen und auch Steine sollten auf keinen Fall spitzen Kanten und Ecken haben, an denen sich die Ratten eventuell verletzen könnten.

Auch der beste Rattenkäfig ersetzt den Auslauf nicht

Natürlich ist der Rattenkäfig der Ort, an dem sich die Tiere in Zukunft am meisten aufhalten werden. Er muss also zwangsläufig artgerecht, spannend und sicher eingerichtet sein. Doch auch der größte und schönste Rattenkäfig kann einen Auslauf nicht ersetzen. Die Tiere sollten am besten jeden Tag die Möglichkeit haben, auch frei herumzurennen. Sie gehen gerne auf Erkundungstouren, verstecken sich gerne und freuen sich auf mehr Platz. Doch auch hier ist natürlich einiges zu beachten, damit man den Tieren keinerlei Gefahren aussetzt.

Der Auslauf in der Wohnung – Sicherheit ist wichtig

Ideale Käfig für RattenDie Sicherheit beim Auslauf ist das Wichtigste überhaupt. Es gilt also, den entsprechenden Raum vor dem Öffnen der Käfigtüren sicher zu machen. In erster Linie ist es vor allem wichtig, die Ratten beim Auslauf nicht zu lange aus den Augen zu lassen. So kommen auch die kleinen Nagetiere auf jede Menge Blödsinn, wobei sie natürlich nicht einschätzen können, wann es eventuell gefährlich werden kann. Da Ratten oft sehr zutraulich und zahm werden, ist die Aufsicht oft kein Problem. Wichtig ist es natürlich, die Fenster und Türen nach draußen geschlossen zu halten. Auch eventuell freiliegende Kabel gilt es zu entfernen, da auch hier die kleinen Nager nicht Halt machen und eventuell das Kabel annagen würden. Das kann nicht nur zu Schäden am Kabel führen, sondern auch mit einem Stromschlag und somit mit dem Tod für die Tiere enden könnte.

Des Weiteren ist darauf zu achten, dass auch Pflanzen in Sicherheit gebracht werden, vor allem dann, wenn diese giftig sind. Achten Sie dabei auch auf eventuell heruntergefallene Blätter. Ratten können sich schon an sehr kleinen Pflanzenmengen den Magen verderben. Des Weitere sind natürlich kleine Gegenstände vom Boden aufzuheben und auch Tabak muss auf jeden Fall an einen Ort gestellt werden, an den die Ratten auf keinen Fall dran kommen.

Bei gefliestem Boden oder bei Paket sowie allen anderen glatten Untergründen sollten Sie eventuell Teppich auslegen, zumindest so lange, wie die Tierchen ihren Auslauf genießen. Auf einem rutschigen Untergrund kann es schnell dazu kommen, dass Ratten beim Rennen ausrutschen, was leider ebenfalls zu Verletzungen führen kann. Türen sollten entweder komplett geschlossen oder gesichert sein, denn schnell kann es passieren und man macht die Türe selbst zu oder sie wird durch einen Durchzug zugeknallt. Man möchte sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn die Ratte nun gerade in der Nähe ist.

Unser Fazit zum Thema Rattenkäfig

Ob nun selbst gebaut oder gekauft, der Rattenkäfig sollte stets gründlich ausgesucht und anschließend weise ausgestattet werden. Man selbst muss sich also immer wieder sagen, dass es sich dabei um das Zuhause der Tiere handelt, in dem sie in Zukunft die meiste Zeit ihres Lebens verbringen werden. Neben dem Käfig selbst sollte dieser natürlich immer so gebaut sein, dass sich dieser einfach reinigen lässt, wobei eine einfache Reinigung am besten täglich stattfinden sollte, wobei die große Reinigung ein Mal die Woche ausreicht. Wenn Sie hier in Zukunft einige Regeln beachten, werden Sie große Freude an den niedlichen und intelligenten Nagetieren haben.