Wie man Katzen und Hunde aneinander gewöhnt

Hunde und Katzen aneinander gewöhnen

Zwei Teile:

1.) Machen Sie Hund und Katze miteinander bekannt.

2.) Gewöhnen Sie die Tiere aneinander.

Möchten Sie sich einen Hund anschaffen, aber haben Angst, dass Ihre Katze ihn nicht mag? Haben Sie einen Hund und eine Katze, die sich ständig streiten? Viele Hunde und Katzen kommen anfangs nicht miteinander zurecht, es gibt jedoch Möglichkeiten, die beiden aneinander zu gewöhnen. Nehmen sie sich Zeit und lernen Sie, was Ihre beiden Haustiere brauchen und Sie können erreichen, dass Hund und Katze friedlich zusammen leben.

Teil 1 von 2: Machen Sie Hund und Katze miteinander bekannt

  1. Egal ob Sie eine neue Katze oder einen neuen Hund nach Hause bringen wenn dort bereits eine andere Katze oder ein anderer Hund lebt, oder Sie versuchen, Ihre bereits existierenden Tiere dazu zu bringen, sich besser zu verstehen, eine gute Basis ist alles. Stellen Sie sicher, dass in Ihrem Haus genug Platz ist, sodass beiden Tieren ermöglicht werden kann sich von dem anderen zu distanzieren. Sie sollten die beiden Tiere in den ersten paar Tagen räumlich trennen und brauchen daher mehrere Zimmer.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund auf Sie hört. Wenn nicht, geben Sie im einen kurzen Auffrischkurs. Lassen Sie nicht zu, dass die erste Begegnung, die Ihre Katze mit Ihrem Hund hat schlecht endet, nur weil Ihr Hund übereifrig oder aggressiv ist.
  • Wenn Sie einen neuen Hund oder Welpen nach Hause bringen, der Ihre Kommandos noch nicht kennt, müssen Sie noch vorsichtiger sein, wenn Sie ihn der Katze vorstellen.
  1. Gehen Sie es langsam an. Lassen Sie es nicht zu, dass der Hund die Katze hetzt. Halten Sie die beiden Tiere zunächst getrennt und warten Sie drei oder vier Tage bevor Sie sie einander vorstellen. Tiere benötigen Zeit, sich aneinander, und an die Gerüche im neuen zuhause zu gewöhnen.
  • Katzen und Hunde werden wahrscheinlich eher miteinander streiten oder extrem unglücklich sein, wenn Sie sie zwingen plötzlich zusammen zu sein. Halten Sie sie in getrennten Zimmern, sodass sie sich nicht sehen können bis beide sich beruhigt haben.
  • Mischen Sie den Geruch beider Tiere, indem Sie erst die Katze und dann den Hund streicheln oder umgekehrt (während beide sich immer noch in getrennten Zimmern aufhalten).
  1. Wechseln Sie die Zimmer in denen Sie die Tiere halten. Das hat den Zweck, dass jeder den Geruch des anderen aufnehmen kann, ohne dass das andere Tier da ist. Gerüche sind sehr wichtig für Tiere, um sich gegenseitig kennenzulernen. Lassen Sie beide Tiere deren Gerüche erkennen bevor Sie sie zusammenbringen.
  • Versuchen Sie Ihren Hund mit einem Handtuch abzureiben und legen Sie dann das Handtuch unter den Fressnapf Ihrer Katze. Das hilft der Katze sich an den Geruch des Hundes zu gewöhnen und ihn zu akzeptieren.
  1. Lassen Sie den Hund und die Katze einander durch die geschlossene Türe riechen. Das wird beiden helfen den neuen Geruch mit dem jeweils anderen Tier in Verbindung zu bringen, ohne dass die beiden sich sehen können.
  • Füttern Sie die Katze und den Hund gegenüber voneinander bei geschlossener Tür. Das zwingt beide den Geruch des anderen aufzunehmen und zu akzeptieren.
  1. Warten Sie bis die Katze entspannt und bereit ist, bevor sie die beiden einander vorstellen. Wenn die Katze jedes Mal wenn der Hund in die Nähe der Tür zu ihrem Zimmer kommt Angst hat, wegläuft und sich versteckt, braucht sie mehr Zeit. Sobald sich die Katze an den Geruch und an die Geräusche des Hundes gewöhnt hat, ist es Zeit die beiden einander vorzustellen.
  1. Nehmen Sie die Katze auf den Arm bis sie ruhig und entspannt ist. Dann bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund den angeleinten Hund langsam ins Zimmer zu bringen. Lassen Sie den Hund langsam näher kommen, warten Sie bis Katze und Hund sich nach jedem Schritt beruhigt haben bevor Sie den nächsten machen. Die Tiere sollten einander nicht berühren dürfen sondern sich nur an des anderen Anwesenheit gewöhnen.
  • Halten Sie die Katze nur, wenn sie es möchte
  • Ziehen Sie ein langärmliges Shirt an um sich vor Kratzern zu schützen.
  • Sie können auch die Katze in eine Transportbox setzen wenn Sie den Hund angeleint zu ihr führen. Das garantiert, dass die beiden sich nicht berühren, wenn sie sich das erste Mal sehen.
  1. Lassen Sie Ihren Tieren gleichviel Zuneigung zukommen. Tiere werden genau wie Menschen eifersüchtig, wenn „ das neue Kind“ mehr Aufmerksamkeit bekommt. Zeigen Sie beiden Tieren, dass Sie sie lieb haben und dass Sie keine Angst vor dem anderen Tier haben.
  1. Trennen Sie Ihre Tiere wieder. Zwingen Sie sie nicht zu lange zusammen zu sein, denn das wird beide ermüden und könnte zu Stress führen. Stellen Sie sicher, dass die erste Begegnung gut verläuft und halten Sie sie kurz und angenehm.
  • Verlängern Sie ganz allmählich diese Treffen
  1. Fahren Sie fort, Ihren Hund und Ihre Katze zusammenzubringen solange bis beide in der Gegenwart des anderen entspannt sind. Sobald die Katze entspannt genug ist, lassen Sie sie frei im Zimmer herumlaufen, während Sie den Hund angeleint halten. Nach ein paar Wochen sollte Ihr Hund sich daran gewöhnt haben die Katze nicht zu jagen und sie können ihn von der Leine lassen.
  • Sie können Pheromone einsetzen, die Ihnen Ihr Tierarzt verschreiben wird, um beiden Tieren zu helfen ruhig und entspannt zu bleiben. Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob synthetische Hormone helfen die Tiere aneinander zu gewöhnen.

Teil 2 von 2: Gewöhnen Sie die Tiere aneinander

  1. Trennen Sie die Tiere, wenn Sie nicht zuhause sind. Das sollten Sie für eine ganze Zeit beibehalten, sodass die beiden sich nicht verletzen.
  1. Lenken Sie Ihren Hund ab, wenn er sich der Katze gegenüber negativ verhält. Das schließt wilde Spiele und Bellen ein. Beschäftigen Sie Ihren Hund anderweitig oder trainieren Sie mit ihm anstatt es zuzulassen, dass er sich auf die Katze konzentriert.
  • Schimpfen Sie Ihren Hund in dieser Situation nicht aus. Bleiben Sie positiv und der Hund wird aller Wahrscheinlichkeit nach in Zukunft eine positive Verbindung zu der Katze haben.
  1. Belohnen und loben Sie Ihren Hund, wenn er sich in Gegenwart der Katze gut benimmt. Das beinhaltet freundliches Verhalten oder einfaches Ignorieren der Katze. Ihr Hund sollte es genießen, wenn die Katze das Zimmer betritt und sie gut behandeln, nicht aggressiv sein oder sie zu sehr bedrängen.
  • Sagen Sie etwas wie: „Oh, schau mal, die Mieze ist hier! Hurra!“ und hören Sie sich super glücklich an. So lernt Ihr Hund sehr schnell angenehme Gefühle für die Katze zu haben.
  1. Stellen Sie der Katze einen Platz zur Verfügung, der es ihr ermöglicht dem Hund aus dem Weg zu gehen. Ein Kratzbaum oder ein Türgitter zu einem anderen Zimmer, irgendetwas das Ihrer Katze ermöglicht zu entkommen. Katzen greifen in der Regel einen Hund nur an, wenn Sie ohne Ausweg in eine Ecke gedrängt werden.
  1. Seien Sie realistisch. Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze noch nie mit einem anderen Tier zusammengelebt haben, können sie unmöglich wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Bevor Sie die beiden einander vorgestellt haben, werden Sie nicht wissen, ob Ihr Hund die Katze als Spielzeug, Beute oder etwas Seltsames sieht und ebenso wenig wissen Sie, ob Ihre Katze den Hund als etwas Seltsames oder als Bedrohung sieht. Sie müssen verstehen, dass es ein langwieriger Prozess sein kann die beiden aneinander zu gewöhnen.

Tipps

  • Versuchen Sie nicht ein Tier zu bevorzugen. Manchmal kommt es zu Kämpfen durch Eifersüchteleien. Wenn der Hund sieht, dass die Katze mehr Aufmerksamkeit als er bekommt, kann er negativ reagieren.
  • Es hilft, die Tiere einander vorzustellen, wenn sie jünger sind. Junge Tiere gewöhnen sich schneller daran mit einem anderen Tier zu leben. Jedoch kennt ein Welpe manchmal seine eigene Stärke nicht und mag es zu spielen, sodass es passieren kann, dass die Katze aus Versehen verletzt wird.

Warnung

  • Lassen Sie Ihre beiden Tiere nicht alleine zusammen zuhause, bevor sie sich nicht aneinander gewöhnt haben. Sie wollen nicht riskieren, dass einer der beiden verletzt wird, wenn Sie nicht da sind. Es ist einfach und viel sicherer, beide Tiere in separate Zimmer einzuschließen während Sie außer Haus sind.