Augenpflege bei Hunden

richtige Augenpflege beim Hund RatgeberMit der Anschaffung von einem Hund kommen auch viele neue Aufgaben auf die neuen Besitzer zu. Neben einer hochwertigen und auf den Hund abgestimmten Ernährung, ausreichend Bewegung und vielen Streicheleinheiten gehört auch die Pflege der Tiere zum Alltag. Die meisten Menschen denken bei der Pflege von Hunden direkt an das Bürsten des Fells.

Die Pflege beinhaltet jedoch noch viel mehr als nur das. So gehört auch die Augenpflege zu den neuen Aufgaben dazu. In diesem Artikel erfahren Sie, auf was Sie bei der Augenpflege alles achten müssen, was Sie dafür benötigen und erhalten weitere Tipps und Tricks rund um dieses Thema.

Wo beginnt die Pflege der Augen und wann sollte man als Besitzer eingreifen?

Gesunde Hundeaugen sind klar und tränen nicht. Natürlich kann sich nach dem Schlafen Dreck absetzen, welchen wir auch unter dem sogenannten Schlafsand kennen. Der sollte am Morgen von Ihnen entfernt werden. Aufgrund der Tatsache, dass die Augen der Hunde sehr empfindlich sind, sollten Sie diese stets im Blick behalten.

Regelmäßige Kontrollen, die Länge des Fells und des Aussehens der Augen sind also sehr wichtig. Sobald die Augen gerötet sind, zu stark Tränen oder Ihr Hund blinzelt, sollten Sie also schnellstmöglich eingreifen und Ihrem Liebling helfen.

Wann müssen die Augen von Hunden gepflegt werden

Bei den meisten Hunderassen müssen die Augen gar nicht großartig behandelt bzw. gereinigt werden. Jedoch kann es immer wieder vorkommen, dass die Augen Ihres Hundes Tränen. Zusätzlich sind eine der Hunde sehr empfänglich für Augenprobleme, wie zum Beispiel Bindehautentzündungen. Kein Wunder, denn die Augen zählen zu den empfindlichsten Körperteilen der Tiere. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie stets vorsichtig genug sind.

In der Regel besteht die Augenpflege bei Hunden ausschließlich in einem Auswischen der Augenwinkel am Morgen nach dem Aufstehen. Hierbei wird der Dreck, den wir als Schlafsand kennen, herausgewaschen. Es kommt jedoch auch vor, ein Fremdkörper im Auge dazu führt, dass sich das Auge entzündet. Das kann zum Beispiel ein einzelnes Hundehaar sein, allgemein das Fell, welches um die Augen herum lang gewachsen ist, oder ein Fremdkörper, welchen sich der Hund unterwegs eingefangen hat. Es kommt natürlich ebenfalls vor, dass der Hund zu viel Zug bekommen hat und sich die Bindehaut entzündet.

Sobald das Auge nicht mehr klar ist, zu stark tränt oder sogar gerötet ist, sollten Sie eingreifen. Wichtig ist es jedoch, dass Sie mit Ihrem Hund, wenn dieser öfter unter Augenproblemen leidet, zum Tierarzt gehen. Das auch dann, wenn ein Fremdkörper im Auge sein können und dieser eine solche Reizung hervorruft. Sollte der Fremdkörper nämlich noch drin sein, muss dieser dringen entfernt werden. So kann es auch passieren, dass der Hund, wenn er durch den Wald rennt, einen Dorn in sein Auge bekommt und dieser noch darin steckt.

Das Auswaschen der Augen

Wie bereits erwähnt, reicht es bei den meisten Hunden aus, die Augen regelmäßig auszuwaschen. Die meisten Hundehalter machen das an jedem Morgen nach dem Aufstehen. Dafür ist am besten ein feuchter Lappen geeignet. Achten Sie jedoch darauf, dass es sich um einen Lappen handelt, der nicht fusselt. Ansonsten kann es passieren, dass die Fusseln im Auge bleiben und eine Reizung hervorrufen können und somit bewirkt das Auswaschen in dieser Situation natürlich absolut das Gegenteil.

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, anstatt warmem Wasser eine Kochsalzlösung zu verwenden. Diese kann man ganz bequem in der Apotheke für wenig Geld kaufen. Die Kochsalzlösung brennt nicht, wirkt jedoch antibakteriell. Viele Tierärzte empfehlen ebenfalls, die Augen der Tiere mit Kamillentee auswaschen. Das vor allem dann, wenn Ihr Hund an einer Bindehautentzündung leidet. Wichtig ist es jedoch, dafür nur hochwertigen Kamillentee zu benutzen.

Bevor Sie das Tuch mit Kamillentee anfeuchten, ist es wichtig, den Tee zu filtern. Nur so können Sie sichergehen, dass sich in dem Tee keinerlei kleine Krümel befinden, welche auf diesem Weg ins Auge gelangen würden. Auch Kamillentee wirkt antibakteriell und ist eine natürliche Methode, um Augenentzündungen entgegenzuwirken.
Augenpflege

Die Haare um die Augen herum entfernen

Viele Hunderassen haben um die Augen herum ein starkes Haarwachstum. Das ist zum Beispiel oftmals bei Terriern der Fall. So kann es natürlich vorkommen, dass die Haare entweder zu lang sind oder aber schief wachsen und somit die Augen reizen. In diesem Fall sollten Sie als Hundebesitzer das Fell Ihres Hundes schneiden. Wichtig ist es jedoch dabei, nur abgerundete Scheren zu verwenden und darauf zu achten, dass das abgeschnittene Fell nicht an bzw. im Auge landet.

Augenentzündungen bei Hunden

Entzündete Augen bei Hunden behandelnNeben dem bisschen Dreck nach dem Schlafen kann es auch immer wieder vorkommen, dass Ihr Hund sich eine Augenentzündung zuzieht. Eine solche Augenentzündung kann sehr schmerzhaft für die Tiere sein. Wichtig ist es nun, in erster Linie festzustellen, warum sich die Augen der Tiere entzündet haben.

Ein Grund für eine solche Augenentzündung kann zum Beispiel ein Fremdkörper sein, den sich Ihr Hund beim Spazierengehen, zu Hause oder aber durch zu lang gewachsenes Fell eingefangen hat. Wichtig ist es nun, zu schauen, ob sich der Fremdkörper noch im Auge befindet.

Sollten Sie sich selbst diese Aufgabe nicht zutrauen, so suchen Sie bitte ganz dringend und unverzüglich einen Tierarzt auf. Dieser Fremdkörper erzeugt im Auge Ihres Hundes eine Reizung, diese führt nicht nur dazu, dass sich das Auge schlimm entzünden kann, sondern tut auch weh. Ihr Hund versucht nun, den Fremdkörper im Auge selber zu entfernen. Dadurch können ebenfalls Verletzungen entstehen.

Zusätzlich kommt es natürlich ebenfalls immer wieder vor, dass die Augen Ihres Hundes zu viel Zug gekriegt haben. Das kommt zum Beispiel dann vor, wenn Sie mit Ihrem Hund bei zu starkem Wind spazieren gehen. Hier kommt es nun darauf an, wie schlimm die Augenentzündung bereits fortgeschritten ist.
Es gibt ebenfalls viele andere Augenentzündungen, welche bakterielle Ursachen haben. All diese Entzündungen müssen in der Regel mit speziellen Medikamenten bzw. mit Antibiotika bekämpft werden. In diesem Fall ist es sehr wichtig, dass Sie ihren Hund dem Tierarzt vorstellen.

Die Augenpflege speziell bei Welpen

Augenpflege bei WelpenBei Welpen kommt es vermehrt vor, dass die Augen sich mal entzünden oder stark Tränen. Das ist jedoch vollkommen normal. So liegt es in der Regel nicht an einer Bindehautentzündung oder in einem Fremdkörper, welcher sich im Auge befindet. Die Tatsache, dass der Hund wächst, führt dazu, dass der Kiefer auf die Tränenkanäle der Augen drückt. Das hat zur Folge, dass Tränenflüssigkeit austritt.

Seien Sie also unbesorgt und sorgen Sie ausschließlich dafür, dass die Augen von Ihrem kleinen Welpen stets schön sauber sind. Das Tränen der Augen aufgrund des Drucks von dem Kiefer erledigt sich in der Regel binnen einiger Wochen. Doch auch hier gilt, dass Sie zu einem Tierarzt fahren sollten, falls Sie sich einmal unsicher sind. Von Vorteil ist natürlich die Tatsache, dass Sie Ihren Hund, wenn Sie mit der Augenpflege bereits im Welpenalter beginnen, von Anfang an daran gewöhnen.

Tränenstein entfernen

Vor allem bei Hunderassen mit hellem Fell sorgen die tränenden Augen für braune Verfärbungen um die Augen herum. Das wird natürlich von vielen Hundehaltern nicht gerne gesehen. Aus diesem Grund haben einige Herstellermarken für dieses Problem mit dem Tränenstein spezielle Augenpflegeprodukte auf den Markt gebracht. Diese werden anstatt des warmen Wassers, dem Kamillen Tee oder der Kochsalzlösung verwendet, um den Hunden die Augen sowie das Fell um die Augen herum abzuwaschen.

Bei vielen Hunderassen klappt das besonders gut, sodass die Verfärbungen vom Fell damit beseitigt werden können. Ob die Mittel jedoch so wirken, wie sie versprechen, hängt sowohl von der Struktur des Fells als auch von der Haut der Hunde ab. So ist es wichtig, dass Sie die unterschiedlichen Mittel eventuell nach und nach ausprobieren, um das für sich beste Pflegemittel zu finden.

Fazit
Während bei uns Menschen die Augenpflege in der Regel komplett wegfällt, sind die Hunde oftmals auf unsere Hilfe angewiesen. Haben Sie keine Angst davor, Ihrem Hund wehzutun. Seien Sie immer schön vorsichtig und gewöhnen Sie Ihren Hund von Anfang an das Auswaschen der Augen nach dem Schlafen. So können Sie sichergehen, dass Ihr Liebling in der Regel von Augenproblemen verschont bleibt. Auch das Fell um die Augen herum sollten Sie also immer im Blick behalten, um einzuschreiten, sobald dieses zu lang wird und die Augen beeinträchtigt. Bei jeglicher Unsicherheit können Sie selbst verständlich immer Ihren Tierarzt zurate ziehen, um sich abzusichern und eventuelle Augenentzündungen durch Medikamente zu behandeln.

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