Das Aquarium für Kinder – Tipps für die Eltern

Aquarium für Kinder

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Ich will ein Haustier!“ – Dieser Kinderwunsch ist bei Weitem nicht rein egoistisch und schon gar nicht werden Kinder, die ein eigenes Haustier bekommen, dadurch verwöhnt. Vielmehr stehen zwei ganz andere Aspekte im Vordergrund: Zum einen der Drang selbst Verantwortung übernehmen zu wollen. Zum anderen der Wunsch nach Freundschaft, Zuneigung und Geselligkeit. Viele Eltern überlegen dann, welches Haustier geeignet sein könnte und entscheiden sich immer öfter dazu, ein Aquarium für Kinder anzuschaffen. Der Grund: Hier vereinen sich zahlreiche Vorteile für die ganze Familie.

Ist ein Aquarium für Kinder wirklich geeignet?

Wenn es um die Wahl des richtigen Haustiers geht, scheiden sich oftmals die Gemüter innerhalb der Familie. Die Eltern wollen möglichst wenig Aufwand, das Kind möglichst viel Spaß. Und so stehen sich schnell die unterschiedlichsten Argumente gegenüber. Fällt das Stichwort „Fische“, sind sich jedoch meistens alle einig: Da kann nichts schief gehen. Doch ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht, denn auch Fische benötigen eine artgerechte Haltung und so manche Fischart ist zudem sehr anspruchsvoll in Bezug auf Wasserqualität, Beckengröße und Gestaltung. Dies hat jedoch parallel den Vorteil, dass es mit einem Aquarium nie langweilig wird.

Gerade das Ausstatten des Beckens und die regelmäßige Pflege, die erforderlich ist, wecken bei den Junioren den Ehrgeiz. Kinder lieben die Herausforderung und wollen Verantwortung übernehmen dürfen. Das aus Filmen bekannte, typische Goldfischglas sollte jedoch nicht die Lösung sein, weder für den Fisch, noch für das Kind. Beide haben höhere Ansprüche.

Pädagogisch orientierte Einrichtungen beispielsweise, integrieren immer häufiger ein Aquarium für Kinder, um diesen die Schönheit der Natur zu veranschaulichen, die Stimmung auszugleichen und Konzentration durch Faszination zu fördern.

Fische fördern die Konzentrationsfähigkeit

Diskusfisch

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Das gleichmäßige, langsame Hin und Her der Flossen hat schon beinah eine hypnotische Wirkung auf den Betrachter. Fische scheinen eine stoische Ruhe auszustrahlen, können im nächsten Augenblick jedoch blitzartig die Richtung ändern. Für Kinder ist dies nicht nur ein visuelles Schauspiel. Unterbewusst konzentrieren sie sich zum Teil minutenlang auf einen Fisch und trainieren gleichzeitig ihre ganzheitliche Konzentrationsfähigkeit. Für die persönliche Entwicklung kann das Aquarium folglich einen kognitiven Fortschritt darstellen.

Andererseits kann durch das Betrachten der Fische eine effektive Ablenkung erfolgen. In Zahnartpraxen finden sich zum Beispiel häufig Aquarien für Kinder, um sie von der Umgebung abzulenken. So können sie sich auf etwas Schönes zu konzentrieren, anstatt durch das Warten auf den Aufruf nervös zu werden.

Ein Aquarium wirkt beruhigend und entspannend

Mit der Konzentration stellt sich auch die Ruhe ein. Wer kennt nicht den Anblick aus dem Zoo, wenn die Kleinen mit ihren Nasen regelrecht an den Scheiben kleben, um den Fischen so nah wie möglich zu sein. Es herrscht eine fast schon gespenstige Ruhe. Zumindest im Vergleich zum Affenhaus.

Gleichzeitig wirken sowohl das stetige Geräusch der Pumpe als auch die Beleuchtung sehr beruhigend, vorausgesetzt sie sind dementsprechend gewählt. Nicht nur kleine, auch große Patienten lieben das Ambiente, das von einem Aquarium im Wartezimmer ausgeht. Im eigenen Heim lässt sich dieser Effekt ebenfalls erzeugen.

Ein leicht bläuliches Licht zum Beispiel wirkt besonders entspannend und betont dazu das Element Wasser. Aber auch farbige Sande, Grünpflanzen und natürlich die passenden Fischarten vermitteln Tiefenentspannung.

Das Aquarium zu gestalten erfordert Kreativität und Hingabe

Einen Glaskasten hinsetzen, Wasser rein und Fische dazu – damit ist es nicht getan. Schon bei der Planung und Vorbereitung ist Kreativität gefragt. Bereits an diesem Punkt können sich die Kinder einbringen, Wünsche äußern und beweisen, dass ihnen die neuen Haustiere wirklich am Herzen liegen.


Beispielsweise könnte daraus eine Schatzbucht entstehen, mit gesunkenem Piratenschiff und Goldkisten. Oder der Unterwasserpalast einer Meerjungfrau, mit Muscheln und Perlen. Den Ideen sind kaum Grenzen gesetzt. Für nahezu jedes Konzept gibt es entsprechende Höhlen, Steine und Pflanzen zu kaufen, die die Unterwasserwelt zu einem echten Paradies werden lassen.

Ebenso können durch Sand und Steine Farbakzente gesetzt werden. Mehrere Ebenen, Pflanzen und passendes Zubehör sorgen außerdem für Abwechslung. Schließlich sollen sich nicht nur die Betrachter wohl fühlen, sondern auch die Fische.

Worauf ist beim Kinder-Aquarium besonders zu achten?

Im Vergleich zum herkömmlichen Aquarium für erwachsene Fischliebhaber sollte die Kinderversion etwas schlichter ausfallen, um einerseits den Aufwand möglichst gering zu halten und andererseits erst einmal den Umgang mit PH-Werten, Fischfutterplan und Reinigung zu erlernen.

Daneben gelten die allgemeinen Bedingungen, die für jeden Fisch und jedes Aquarium wichtig sind. Am Besten sprechen Eltern mit ihren Kindern genau durch, was auf sie zukommt. Wer weiß, vielleicht ist dies ja der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft.

Größe und Stellplatz im Kinderzimmer

Am liebsten wollen Kinder ihre neue Mitbewohner natürlich immer in der Nähe haben. An dieser Stelle sollten die Eltern ihnen bewusst machen, dass Lärm und Stöße gegen das Glas die Fische stressen und ihnen schaden könnten. Stellt sich dann immer noch die Frage, ob und wie das Aquarium ins Kinderzimmer passt, müssen weitere Faktoren berücksichtigt werden.
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Entscheidend ist, dass die Fische nicht unmittelbar der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind und es nachts auch gerne dunkel mögen, wenn sie schlafen. Entsprechend der Beckengröße und dem daraus folgenden Wasservolumen sollte weiterhin ein entsprechender Unterbau zur Verfügung stehen. Dafür gibt es zum Beispiel spezielle Aquarium-Unterschränke, die sehr stabil sind, gleichzeitig Stauraum für das Zubehör bieten und sogar häufig zusammen mit dem Becken erworben werden können, so dass die Maße aufeinander abgestimmt sind.

Größe und Fassungsvermögen des Aquariums richten sich nach den Fischarten, die eingesetzt werden sollen. Der Zoo- oder Fischhändler kann dazu eine genaue Beratung bieten. Abhängig von Geschlechtern, Anzahl und Art sollte das Aquarium ausreichend Platz bieten, das Kinderzimmer aber selbstverständlich nicht vollends einnehmen. Schließlich braucht das Kind selbst noch genug Platz im Zimmer, um sich frei zu entfalten.

Auswahl der Fische in Hinblick auf die Kinderwünsche

Sei es für Anfänger oder für Kinder: Bestimmte Fischarten eignen sich für den Einstieg in die Aquaristik besser als andere. Dazu gehören insbesondere:
Goldfische, die zudem auch zutraulich werden können
Tropische Fische wie Guppys oder Platys, die schön bunt sind, es aber auch bunt treiben. Hier sollte von vornherein klar sein, was mit dem überschüssigen Nachwuchs passiert.
Auch Wasserschnecken und Garnelen sind für Kinder geeignet

Zu beachten ist außerdem, wie groß die Fische werden können, welches Revierverhalten sie mitbringen und ob sie sich untereinander vertragen. Nicht zu vergessen, ob es sich um Süßwasserfische oder Meeresfische handelt, die wiederum einen hohen Salzgehalt benötigen.

Kinderleichte Pflege und Reinigung

Aquarium Landschaft

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Kinder haben weder so viel Kraft noch so lange Arme wie Erwachsene. Schon beim Kauf des Aquariums und des Zubehörs sollte darauf Rücksicht genommen werden, um die weitere Handhabung zu erleichtern.
Zubehör pflegen: Für das Kinder-Aquarium bieten sich mitunter Komplett-Sets an, die zwar reduziert in der Ausstattung sind, dafür aber alles beinhalten, was für den Anfang nötig ist. Dazu gehören unter anderem Filter mit Kartuschen, ein Heizstab, Wasseraufbereiter, Käscher und LED-Beleuchtung – die allesamt gepflegt werden müssen. Sie sollten in erster Linie die nötige Leistung gemäß der Beckengröße erbringen, aber zeitgleich umgänglich und leicht bedienbar sein. Im Idealfall können die Kinder den regelmäßigen Wasserwechseln dann selbst durchführen.
Wasseraufbereitung: Die Wasserqualität wird mittels PH-Streifen überprüft und sollte mindestens einmal pro Woche getestet werden. Krankheiten äußern sich nämlich zum Beispiel durch schlechte PH-Werte. Zur Aufbereitung empfiehlt es sich je nach Umfang ca. 35 bis 40 % Wasservolumen im zwei- bis dreiwöchiger Turnus auszutauschen – möglichst nicht erst, wenn die Scheiben so grün angelaufen sind, dass schon gar keine Fische mehr zu sehen sind.

Immerhin haben die Wassertiere keine andere Möglichkeit als ihre Hinterlassenschaften im Wasser abzugeben, wo sie sich ansammeln, Algen bilden und zum Teil sogar kleine Parasiten ansiedeln. Ein Komplett-Austausch würden den Tieren jedoch eher schaden, da sie sehr von ihrer Wasserqualität abhängig sind.
Innenreinigung: Das Aquarium selbst muss natürlich auch regelmäßig gereinigt werden. Meisten schleppen die Wasserpflanzen aus dem Baumarkt unerwünschte Gäste wie Schnecken ein. Diese abzusammeln kann mühselig werden, vor allem wenn nicht regelmäßig nachgeprüft wird. Zum Reinigen werden daher die Pflanzen entweder per Hand oder per Käscher von unerwünschten Schnecken befreit sowie mittels Mulmglocke oder Schlammsauger vom Boden entfernt.
Glasscheiben säubern: Außen ist dies noch kein Problem und mit einem normalen Fensterreiniger schnell erledigt. Für Innen gibt es spezielle Hilfsmittel wie Schwämme oder – um nicht ins Wasser greifen zu müssen – Magnetreiniger.

Zur Pflege des Aquariums gehört es ebenso, die Wassertemperatur im Blick zu behalten, das Licht anzupassen und natürlich die Fische artgerecht zu füttern. Gerade Letzteres bereitet Kindern den meisten Spaß. Tabletten, Flocken, Lebendfutter oder Sticks – endlich kommt Schwung in die Unterwasserwelt und es wird so richtig spannend zu beobachten, wie die Fische sich an ihre Fütterungszeiten gewöhnen, schon auf das Öffnen des Deckels warten und dann aufgeregt durch das Wasser schnappen, um ihre Beute einzusammeln.

Damit wissen auch die Kleinsten, dass sie alles richtig gemacht haben und es ihre Freuden gut geht.

Wenn das Kind das Interesse an seinem Aquarium verliert

Nicht immer bleibt die kindliche Begeisterung bestehen, und womöglich verliert sich das Interesse an der Aquaristik. Dann können Eltern ein wenig nachhelfen und zu neuen Ideen inspirieren.

Waren bislang zum Beispiel nur gleichgeschlechtliche Fische im Aquarium kann eine kleine Zucht für Spannung sorgen. Fische beim Balzen zu beobachten, wie sie ihre Nester bauen und laichen, die Jungen schlüpfen und als winzige Bewegungen durch das Wasser flitzen – all das kann Kindern unglaublich lange beschäftigen. Gleichzeitig vermittelt es ihnen das Feingefühl für natürliche Prozesse.

Sollte den kleinen Kindern die Fischhaltung noch zu kompliziert sein, hilft eventuell die richtige Lektüre. Oder ein Ausflug zur Fachmesse, wo sie neue Ideen aufgreifen können und ihr Interesse wieder geweckt wird.

Da sich mit Fischen nicht unbedingt gut schmusen lässt und die Spielmöglichkeiten beschränkt sind, sollten Kinder vor allem bei der Pflege und Gestaltung einbezogen werden. Ihnen muss zudem klar sein, dass auch Fische krank werden können. Mit dem Goldfisch zum Tierarzt? Ja, auch dafür sind die jungen Fischhalter dann zuständig und können noch einiges dazu lernen.

So beteiligt sich die ganze Familie am Kinder-Aquarium

Aquaristik als Familienhobby? Kaum ein anderes Haustier bietet derart viele Anreize für sämtliche Familienmitglieder. Fische eigne sich für Allergiker, sind (bis auf die Pumpe) geräuscharm und wuseln auch nicht quer durch die Wohnung. Ihr Anblick lässt uns in Gedanken versinken und entspannen, ihr Verhalten zu beobachten fördert die Konzentration – und zwar bei Groß und Klein.

Ein Aquarium kann zudem äußerst dekorativ sein und bietet viele Möglichkeiten kreativ zu werden. Im Do-it-yourself-Stil lassen sich gemeinsam als Familie Höhlen basteln, beim Spaziergang nach geeigneten Materialien suchen und zusammen mehr über das Leben der Tiere lernen.

Prinzipiell benötigen Fische weniger Aufwand als zum Beispiel ein Hund, der mehrmals am Tag Gassi geführt werden muss. Dennoch haben auch Fische besondere Bedürfnisse, die auf keinen Fall vernachlässigt werden dürfen. Je nach Alter des Kindes, müssen die Eltern vielleicht hin und wieder mithelfen beziehungsweise gemeinsam das Aquarium in Stand halten. Aber auch das kann die Familie näher zusammen bringen, insbesondere wenn Aufgaben untereinander aufgeteilt werden und für alles bestens gesorgt ist:
Einen Fütter- und Reinigungsplan aufstellen hilft Kindern, den Überblick zu behalten. Sollte gelegentlich eine andere Aktivität die Pläne kreuzen, können auch mal ältere Geschwister oder die Verwandtschaft einspringen. Auch dies sollten die Kinder selbst organisieren dürfen.
Gestaltungsideen gemeinsam als Familien umzusetzen, hilft dabei, dass sich jeder mit dem Aquarium identifizieren kann. Zum Beispiel hat Mama die Pflanzen ausgesucht, Papa die Höhle gebaut und die Kinder haben die Sandfarben arrangiert. Und so kann sich jeder für seinen Teil verantwortlich fühlen und daran erfreuen.
Für die Eltern wichtig: Ein Aquarium sollte unbedingt in die Hausratversicherung aufgenommen werden. Der Wasserschaden aus einem 200-Liter-Becken kann enorm sein…
Und in der Urlaubszeit sind Fische ebenfalls die idealen Haustiere. Futterautomaten oder die freundliche Nachbarin können problemlos die Versorgung übernehmen, während die Familie neue Fundstücke vom Strandurlaub für das Aquarium mitbringt.

Dies kann zum richtigen Familienerlebnis werden. Aus dem Aquarium für Kinder wird damit der Schauplatz für die ganze Familie, sowie für Besucher.